Backen ohne Hefe und Backpulver

Getreidekörner. Von unten im Urzeigersinn: Einkorn, Gerste, Weizen, Emmer.

Im Februar dreht sich alles ums Backen. Aus der Pfahlbauzeit haben Archäolog*innen bislang nur kleine Brotlaibe und Fladenbrötchen gefunden. Waren die Bäcker*innen damals wirklich so einfallslos? Was ist mit Pasteten, Fruchtkuchen, Pizza, Flammkuchen oder Mohnzopf?

Für die Challenge darfst du nur Zutaten verwenden, die den Pfahlbauer*innen im Februar zur Verfügung standen. Konsultiere dazu unseren Warenkorb. Die wahre Challenge? Du darfst weder Frisch- oder Trockenhefe noch Backpulver verwenden. Wie das? Mit Sauerteig ist zum Glück fast alles möglich: Dank den Milchsäurebakterien und Hefepilzen bringst du nicht nur saure Brote, sondern sogar süsse Gebäcke zustande. Plätzchen, Kekse, Guetzli oder flaches Backwerk wird luftig-leicht mit Hirschhornsalz und Pottasche. Lies dazu unseren Blog.

Experimentiere beim Backen auch mit den Mehlsorten: Die Pfahlbauer*innen der Jungsteinzeit kannten Weizen, Gerste, Einkorn und Emmer. Du wirst erstaunt sein, wie abwechslungsreich Brot oder Kuchen schmecken, wenn du nicht nur Weizenmehl verwendest.

Der Veganuary ist vorbei. Bei den Pfahlbauers gibt es aber auch im Februar noch keine Frischmilchprodukte und obschon da und dort die Amseln an einem milden Tag ihren Brautgesang anstimmen, liegen noch keine frisch gelegten Eier in den Vogelnestern. Kreativität ist also gefragt, um eine gute Teigbindung oder einen cremigen Aufstrich hinzukriegen.

Um deinen Gebäcken Würze zu verleihen, kannst du zum Beispiel die wenig bekannten Sellerie- oder Dillsamen verwenden. Achtung, den Sellerie nur sparsam einsetzen, er ist sehr intensiv im Geschmack! Noch heute beliebt sind Lein- oder Mohnsamen, im Teig oder obendrauf gestreut.

Dill- und Selleriesamen

Schicke uns dein Rezept per E-Mail an info(at)palafitfood.com oder lade es auf Instagram hoch mit dem Hashtag #palafitfood und dem Vermerk @palafitfood. Mit der Teilnahme an der Challenge gibst du uns dein Einverständnis zur Veröffentlichung des Rezeptes am Ende des Monates.

Rücke deine Gerichte ins rechte Licht und mache Fotos von der Zubereitung und dem genussfertigen Essen. Wenn du uns das Rezept per Mail zuschickst, sind wir dankbar um separat gesendete Fotos im Querformat mit einer Auflösung von 300 dpi und als jpg-Datei. So können wir daraus eine ansprechendes Rezept generieren.

Challenge-Zutaten Februar

Sauerteig
Hirschhornsalz
Pottasche
Getreide (Weizen, Gerste, Einkorn, Emmer)
Dill- und Selleriesamen
Mohn- und Leinsamen

Tipp
Einen guten Sauerteig zu züchten braucht Zeit. Frage Sauerteigzüchter*innen, ob sie dir einen Teil ihres Anstellgutes abgeben. Auf der Sauerteigbörse findest du Hüter*innen der lebendigen Sauerteigkultur in deiner Nähe.

Die Februar-Challenge-Rezepte findet ihr hier.