Würzten die Pfahlbauer*innen ihre Gerichte schon mit Salz? Wie zerkleinerten sie das Getreide für ihren Frühstücksbrei und gab es nach getaner Arbeit sogar ein Bier am Feuer?

In unserem Blog nehmen wir dich mit auf eine Reise in die Zeit der Pfahlbauten (5000 bis 500 v.Chr.). Dabei erfährst du jede Menge Hintergrundinfos zur Lebensart der Pfahlbauer*innen im Alpenraum: Wie sie ihre Nahrung beschafften, was sie daraus zubereiteten und welche «Küchengeräte» ihnen zur Verfügung standen.

Tauche jetzt ein in die kulinarische Welt der Jungsteinzeit und Bronzezeit.

Kulturpflanzen: Ein grosser Schritt für die Menschheit

Die Kulturpflanzen der Pfahlbauer*innen hatten ihren Ursprung im "Fruchtbaren Halbmond". Dort entstanden durch gezielte Auslege und Vermehrung aus Wild-, Kulturpflanzen. Doch was unterscheidet eigentlich das eine vom anderen?

Uraltes Superfood für Mensch und Tier

Bei Veganern und Vegetarierinnen sind Linsen und Co. hochgeschätzt und erleben gerade einen Boom. Hülsenfrüchte sind bekannt als Eiweissquelle, galten lange Zeit jedoch als Viehfutter und Armeleuteessen. Wie war das bei den Pfahlbauer*innen?

Bronzemesser – innovatives Rüstzeug

Ein frisch ausgegrabenes Bronzemesser kann noch rotgolden glänzen, wie am Tag, als es sein*e Besitzer*in das letzte Mal in den Händen hatte. Und wer genau hinschaut, erkennt auf den Bronzemessern noch Spuren von der Herstellung und Verwendung. Wir verfolgen den Werdegang eines Bronzemessers.

Sättigendes Porridge oder Vogelfutter?

Seit der Einführung von Hirsen in der Bronzezeit und bis in die Neuzeit war süsser oder salziger Hirsebrei ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Willkommen in der Bronzezeit!

Mit der Einführung der Bronze als Metall beginnt eine neue Epoche in der archäologischen Zeitenrechnung. Der epochale Wandel ist allerdings nicht so gross und plötzlich, wie es der Name suggeriert.

Laktoseintoleranz bei den Pfahlbauer*innen?

Nahrungsunverträglichkeiten sind heute ein wichtiges Thema. Besonders Milch und Milchprodukte vertragen viele Erwachsene schlecht. Auch Ötzi hatte Laktoseintoleranz. Wie steht es mit den Pfahlbauer*innen?

Pfahlbauers wilder Frühlingsgarten

Für die Pfahlbauer*innen war die ganze Landschaft Obstplantage und Gemüsegarten. Sie ernteten im Wald, auf der Lichtung und am Seeufer.

Biestmilch macht den Kuchen gelb

Für viele von euch mag bereits die Verarbeitung von Frischmilch ungewohnt sein. Noch spezieller und weitgehend unbekannt ist die Biestmilch.

Käse in der Pfahlbauzeit?

Schon mal darüber nachgedacht, was Rivella, Sauerkraut und der Laktatwert in deinen Muskeln nach zwei Minuten in der Abfahrtshocke miteinander zu tun haben?

Die Milchsaison ist eröffnet

Fasnachtsgebäck wird in Schmalz ausgebacken. Ostergerichte enthalten reichlich Milch, Butter oder Sahne. Das ist kein Zufall.

Backgadget der Saison

Das Blech der Pfahlbauer war der Backteller. Archäolog*innen vermuten, dass auf den Tonplatten Fladenbrote gebacken wurden. Wir fragen uns: Stimmt diese Annahme? Und was spricht gegen Flammkuchen, Speck mit Spiegelei oder fruchtige Wähen?

Deren täglich Brötchen …

Wie sahen wohl Pfahlbaubrote aus und wie schmeckten sie? Dank den guten Erhaltungsbedingungen der Pfahlbaufundstellen haben ein paar Brote die Jahrtausende überdauert. Aber nicht immer ist, was zunächst nach einem Brot aussieht, auch ein solches.

Frauenpower am Mahlstein

Hast du schon einmal eine Handmühle bedient? Dann weisst du, dass das Verhältnis von Aufwand und Ertrag bescheiden ist. Rund zwei Stunden dauert es, um ein Kilogramm Getreidekörner zu Mehl zu verarbeiten. Dieser Kraftakt hinterliess wortwörtlich Spuren an den Pfahlbauerinnen.

Backen mit Horn und Asche

Hefewürfel, wie sie während dem Corona-Lockdown im Frühling 2020 heiss begehrt waren, kannten die Pfahlbauer*innen nicht. Es gibt jedoch andere Backtriebmittel, deren Ausgangsprodukte wir heute im Supermarkt vergeblich suchen.

Pfahlbauers Geschirrschrank

Kaputtes Geschirr ist der Archäolog*innen täglich Brot. Unverständlich für viele, dass die Fachleute auch ein einzelner, unansehnlicher Scherben entzücken kann. Und doch ist es so, denn die Gefässbruchstücke geben viele Informationen preis.

Pfahlbauers Vorrat

Wer kennt sie noch, die Vorratskammer? Ein kleiner, dunkler Raum gleich neben der Küche, die Regale vollgestopft mit Einmachgläsern, Sauerkrauttöpfen und von der Decke hängen die Schinken. Der Trieb, Lebensmittel zu horten, lebt in uns weiter.

Woher wissen wir, was damals gegessen wurde?

Festessen mit Kartoffeln und Fleisch im Rotweinsösschen, zum Nachtisch Vermicelles, und ein anständiger Kirsch als Digestif? Das wäre bei Pfahlbauers nicht auf den Tisch gekommen.

Schöne Bescherung

Weihnachten ist vorbei, das Januarloch steht vor der Tür, aber bei uns fängt die Bescherung erst an: Wir öffnen heute mit dir das "neolithische Lebensmittelpaket".